Schumann-Theater, Kristallpalast, Groß-Frankfurt – das sind Namen, die heute fast vergessen sind. In den 1920er Jahren standen sie für Amüsement und Großstadtunterhaltung. Auch Frankfurter feierten in den wilden Zwanzigern hemmungslos. Die Journalistin und Autorin Sabine Börchers zeigt historische Fotos aus dem Nachleben der Stadt, erzählt von den Amüsiermeilen, vom Vergnügungspalast, den Tanzdielen und Kabaretts, von intimen Bars bis zu den Auftritten berühmter Nackttänzerinnen.
Frankfurts Großstadtbestrebungen zeigten sich damals nicht nur durch den Bau des ersten Flughafens, durch Autobahnpläne und Eingemeindungen, sondern auch im Unterhaltungsangebot. Das Stummfilmkino wurde zum Massenphänomen, es wurden sogar Spielfilme am Main gedreht. Im Schumann-Theater gingen internationale Artisten ein und aus und traten für Spitzengagen auf. Die Menschen strömten in die Varietés und zu Tanzveranstaltungen. Die Lust am Rausch war groß, doch er dauerte nicht lange…
Sabine Börchers lädt dazu ein, eine fast vergessene Seite Frankfurts wiederzuentdecken, ein wenig Zwanziger-Jahre-Flair nachzuempfinden und gleichzeitig hinter die Fassade des „goldenen“ Zeitalters zu blicken.







